Der orthodoxe Religionsunterricht an den Salzburger Schulen

 

Organisation des orthodoxen Religionsunterrichts

 

Mit den Unterrichtstunden des orthodoxen Religionsunterricht wurde im Schuljahr 1991/92 begonnen. Seitdem ist der orthodoxe Religionsunterricht an den österreichischen Schulen ein Pflichtfach und befindet sich auch nicht ohne Grund auf dem ersten Platz in den Schulzeugnissen. Für die Organisation und die Aufsicht des orthodoxen Religionsunterrichts an den österreichischen Schulen ist das orthodoxe Schulamt, dessen Arbeit, im Namen der orthodoxen Bischofskonferenz von Österreich, Seine Eminenz, Metropolit von Austria und Exarch von Ungarn und Mitteleuropa, Arsenios, koordiniert, verantwortlich. Für den östlichen Teil Österreichs ist Inspektor Mag. Branislav Djukarić verantwortlich, während die westlichen Bundesländer (Salzburg inkludiert) Inspektor Mag. Pashalis Archimandritis anvertraut sind. Es gehört gesagt, dass wegen fehlender Information der Eltern und Direktoren in einigen Schulen, es bisweilen nicht möglich war einen orthodoxen Religionsunterricht zu organisieren, obwohl es das Recht eines jeden orthodoxen Schülers ist, am Religionsunterricht seiner Konfession teilzunehmen. Daraus ergibt sich auch die rechtliche Verpflichtung einer jeden Schule, den orthodoxen Religionsunterricht, im Rahmen der Möglichkeiten und innerhalb derer Räumlichkeiten, sofern mindestens drei Schüler mit orthodoxer Religionsangehörigkeit bestehen, ungeachtet dessen welche Schulstufen die Schüler besuchen, zu gewährleisten. Es ist wichtig zu wissen, dass dafür keine Anmeldung erforderlich ist, lediglich ist es notwendig die Abmeldung nicht zu unterzeichnen, welche einige Schulen, gesetzeswiedrig, jedes Jahr zu Schulbeginn, verteilen. In Fällen in denen die Eltern nicht durch einen kirchlichen Taufschein nachweisen können, dass ihr Kind dem orthodoxen Glauben angehört, besteht die Möglichkeit des Besuchs des Unterrichts als Wahlfach. In diesem Fällen müssen die Eltern ihre Kinder für den orthodoxen Religionsunterricht anmelden.

 

Inhalt des Unterrichts

 

Für den orthodoxen Religionsunterricht bestehen ebenso entsprechende Unterrichtspläne, welche Seitens der Schulleitung für den orthodoxen Religionsunterricht, und seitens der orthodoxen Bischofskonferenz bestätigt sind.

 

Unterrichtssprache

 

Die Frage der Unterrichtssprache zeigt sich, leider Gottes, für einige Eltern, als ein Problem, da sie den orthodoxen Unterricht und die Muttersprache gleichstellen. Tatsache ist, dass wir an Österreichs Schulen nicht nur Kinder aus dem serbischsprechenden Raum (Serbien, Republik Srpska, Montenegro) haben, es gibt auch Angehörige anderer orthodoxer Jurisdiktionen (Griechisch, Russisch, Rumänisch, Georgisch und Bulgarisch orthodoxe Kirche). Das Schulgesetz verpflichtet die Religionslehrer zur Verwendung der deutschen Sprache im Unterricht. Daneben, hat seine Eminenz, Metropolit von Austria und Exarch von Ungarn und Mitteleuropa Arsenios, des öfteren auf die Wichtigkeit des Religionsunterrichts für alle Schüler, hingewiesen und eine dementsprechende Organisation in der Praxis verlangt.

 

Im Unterricht verwendete Bücher

 

In der Volksschule wird „die Bibel in kurzen Erzählungen“ verwendet, welche 2009 im Auftrag des orthodoxen Schulamtes in Österreich herausgegeben wurde. In der Mittelschule wird die „orthodoxe Schulbibel“ verwendet, welche die Evangelien, die Apostelgeschichte und ausgewählte Psalmen enthält und 2015 herausgegeben wurde.

 

Beide Bücher sind für alle Schüler, welche den orthodoxen Religionsunterricht besuchen, vollkommen kostenlos. Alle Druckkosten und die Kosten des Versands trägt das orthodoxe Schulamt in Österreich. Im Falle irgendwelcher Unklarheiten, können sich die Eltern an die Priester oder an einen der unten angeführten Religionslehrer, wenden, welche ihnen helfen oder ihnen weitere Anleitungen geben werden.

 

Religionslehrer

 

Im Bundesland Salzburg unterrichten für das Schuljahr 2017/2018 folgende Lehrer (nach Alphabet) den orthodoxen Religionsunterricht:

 

Mag. Archimandritis Pashalis (zugleich auch Inspektor für den orthodoxen Religionsunterricht)

 

Govedarica Jovan (Priester in Salzburg)

 

Dragomir Valentina

 

Djokic Dragoljub

 

Mag. Papadopoulus Ilias, Archimandrit (griechischer Gemeindepriester in Salzburg)

 

Marmaković Zoran

 

Ostojić Gojko (Priester in Saalfelden)